Der Bericht beinhaltet für das Jahr 2006 33 Termine.
"Biene Maja", so lautete das Stichwort in den ersten paar Wochen des Jahres. In mehreren Proben wurde dieses Fasnt-Kostüm von der Frauenschar den mehr oder weniger beleibten Körpern der Aktiven angepasst. Nach den Fastnachtssitzungen am 05.02., 11.02. und 18.02. sowie dem Narrenbau setzen am 25.02. sollte dieses Kostüm Verwendung finden. Aber nun im einzelnen: Wie immer eröffneten wir die Prunksitzungen, in diesem Jahr ein schwungvolles Programm zum 70. Geburtstag der Hohlen Eiche. Das Narrenbaum treffen gestaltete sich wie immer durch einen Gaisbachumzug und einem Spritzenhausplatz-Konzert. Mit 2x Bleier und 2x Roll waren erstmals vier Jungtrommler dabei, die mit Unterbrechungen zwei Jahre lang ausgebildet wurden. Am Sonntag dann, hieß es "Auf zum Umzug". Bereits um 11.30 Uhr traf sich die Schar bei Würstchen, Wein und Bier zum Aufnehmen von Flügel und Fühler sowie zum Schminken der Bienen. Mit Bärenfang, Bienenkorb auf Pfupferle, und sechs fahnenschwingenden Flips schwärmten die bunten Bienen aus, um die zahlreichen Zuschauer an den Straßen zu begeistern.
Am 15.02. fand eine weichenstellende Vorstandschaftssitzung bei Sabine Wunsch statt. Dabei wurde ein neuer 1. Vostand gesucht und außerdem ein Konzept zum Feiern des 50. Jubiläums festgelegt. Getagt wurde dementsprechend bis ¾ 12 Uhr.
Die Ortsmeisterschaften "Ski" fanden bei reichlich Schnee am 04.03. statt. Unsere Mannschaft mit Anja Uibel, Bernd Ackenheil, Werner und Markus Sänger belegte unter teilweise Profimannschaften den 8. von 12 Plätzen.
Bei der Halbjahressitzung der Vereinsarbeitsgemeinschaft am 08.03. führte der Fanfarenzug nochmals den Vorsitz. Der Fanfarenzug hatte zuvor einiges zu tun. Unter unserem Vorsitz wurde eine ARGE-Satzung als Voraussetzung für ein Bankkonto aufgestellt, eine Vereinsadressdatenbank wurde aufgebaut, die Vorsitz- sowie die Altpapiersammelplanung wurde neu aufgesetzt und eine ARGE-Rubrik im Weisenbacher Internet aufgebaut.
Eine Wachablösung gab es bei der Generalversammlung 2006, am 11.03., im Gasthaus "Grüner Baum". Karl-Heinz Klumpp wurde für den nach einer langen Ära scheidenden Hans-Joachim Bleier als erster Vorstand gewählt. Der Dank des Vereins gilt HJ Bleier, der zu einem wichtigen Zeitpunkt bereit stand, und als erster Vorstand des eigenständigen Fanfarenzugs in 16 Jahren die Geschicke des Vereins lenkte. Als zweiter Vorstand zog Bernd Ackenheil nach, als Beisitzer wurde Massimo Missione nachgewählt. Bestätigt wurden Schriftführer Marius Eisele, und Beisitzerin Sabine Wunsch. Ein Dank gilt auch dem bisherigen Zeugwart Hans-Peter Gerstner, der aus privaten Gründen überraschend aus der Vorstandschaft ausschied, für ihn wurde K-H Krieg gewählt. Im Jahr 2007 wird der Fanfarenzug 50 Jahre alt. Der Rahmen in dem ein gebührendes Feiern mit absehbarem finanziellen und personellem Risiko zu feiern wäre, wurde eingehend diskutiert. Da sich auch die Interessen des Publikums massiv gewandelt haben bzw. eine Überhäufung des Angebots durch zu viele Kleinhocketen besteht, war eine klare Tendenz zu einem Fest in kleinerem Rahmen, z.B. Schulhof/Festhalle, zu erkennen.
Zur Verbandsversammlung am 10.03. ging als neuer 1.Vorstand KH Klumpp, begleitet von Manuel Feger und Karl-Heinz Krieg. Die 1. Sitzung der neuen Vorstandschaft fand am 05.04. bei Katrin und Massimo statt. 6 Mann und eine Frau machten sich am 23.04. zur Sektionsprobe nach Donaueschingen auf, dabei wurde der "Alter Haudegen Marsch" geprobt.
Einer kurzfristigen Einladung des FCW zum Maibaum stellen, folgten wir am 30.04.. Bei schönem Wetter und Sonntags waren einige Gäste mehr da als ansonsten.
Einige Überraschungen gab es bei der traditionellen Familienwanderung. Wanderwart Bernd Armbruster hatte sowohl das Wetter wie auch die Wegstrecke und die 20 Teilnehmer mit Kind und Hund voll im Griff. Um 11.50 Uhr brachte uns die Stadtbahn nach Loffenau… ähh d.h. die letzten Kilometer mussten wir durch den Gernsbacher Kurpark zu Fuss gehen. Dann aber wartete schon unser Getränkelieferant Harry Künstel mit eisgekühltem Sekt und Bier. Welch Wohltat. Da auch der Wanderwart keine Eile hatte, brachen wir verspätet zum Gipfelsturm auf. Am Reiterstüble pickten wir noch zwei Wegelagerer auf. Franz Roll und Bernd Ackenheil wurden freundlichst empfangen und sofort in die Reihen des Vereins aufgenommen. "Kurz" unter der Teufelsmühle bogen wir nach Lautenbach ab. Die weitere Wegstrecke führte zur Lautenbacher Grillstelle, wo wir gegen 15.30 Uhr die wohlverdiente Vesperrast machten. Wir kamen dort schon müde von der sonnigen Wanderung an (nunja vielleicht lag es auch an Harrys Bier?). Der weite Heimweg zu Fuß, so wurde vermutet, würde zur Quahl werden. Aber mit nichten! Plötzlich war Motorengeräusch zu hören und der Merkle Uwe ratterte mit seinem Donnermog heran. Im Anhang hatte er einen Heuwagen, dessen Zweck sich zum Personentransporter verändert hatte. Welch Glück! Die Wanderer stiegen in den Hänger und es ging mit lustigem, lautem und falschem Gesang auf die Sieben-Wälderfahrt über Reichental nach Weisenbach. Dabei zeigte sich, dass 20 Leute im Heuwagen mehr wiegen, als ein Unimog-Oldtimer, am Spielwiesenhang musste abgesessen werden. Dann aber gings schnurstracks zum "Tag der offenen Tür" der Feuerwehr, wo der Abend ausklang. Zumindest dachten das alle. Beim gemeinsamen Nachhauseweg wurde allerdings schnell klar, dass Kalle noch eine Überraschung hervorzauberte. In seinem Hof stand eine nagelneue Gartenhütte, welche durch uns gleich eingeweiht wurde. Danach war es dann allerdings für die meisten wirklich Zeit nach Hause zu gehen. Merci abermals an Bruce und Ursel sowie Karl-Heinz.
Die beiden Vorstände feierten am 14.06. mit Hans-Peter Eisele nachträglich seinen 60. Geburtstag.
Beim Schwimmbadfest am 22.07. startete der Fanfarenzug mit einer Jugendmannschaft (Manuel Feger, Markus Sänger + diverse Fans) die das Beach-Volleyballturnier für sich gewinnen konnte. Am Ende stand der 3. Rang in der Gesamtwertung.
"Wasser" hieß das Zauberwort beim Verbandstreffen in Mühlhausen / Kraichgau am 23.07.. Zuerst, weil wir uns damit ständig die Kehlen befeuchten mussten, denn es war furchtbar heiss. Dann weil die geplante Aufnahme einer Verbands-Musik-CD ins Wasser fiel. Und drittens, weil dies die Organisatoren der Umzugsaufstellung bestimmt schwitzten. In einem heillosen Durcheinander suchten wir uns letztendlich einen Aufstellungsplatz selbst. Musikalisch gab es aber hier auch einiges zu vermelden: Der "Alte Haudegen" der Sektion Süd wurde uraufgeführt. Die Jugend des Verbandes feierte unter frenetischem Beifall Ihren ersten eigenen Auftritt und beim Umzug liefen wir gemeinsam mit Mühringen als ein Zug. Die Heimfahrt endete mal wieder direkt am Kirchplatz, wo es dann auch noch ein Ständchen für die Weisenbacher gab. Und nach einer Idee unseres Busfahrers gab es noch ein Abschluß-Sit-in im Grüne Baum Biergarte. Alles in allem also eine runde Sache mit viel Spass.
Beim traditionellen Latschig-Zeltlager vom 04.-06. August war von Trocken bis Nass alles dabei, und mit nass waren nicht nur die Kehlen gemeint. Wiederum blieb die eigens angekarrte Straßenfest-Holzplattform nur für den rustikalen Stehtisch und nicht für den eigentlich gedachten Swimming-Pool. Bereits am Freitag nacht wurden zwecks Trockenheit einige Autos zur Übernachtungsstätte, was am Samstag nochmals verstärkt wurde. Nun, uns erfahrenen Campern macht Regenwetter natürlich nichts aus und so nahmen wir frohgemuts das Wetter hin. Immerhin konnten wir unsere Mahlzeiten meist draussen einnehmen, und dass wir am Samstagsfrühstück ins trockene Zelt umziehen mussten, was soll's. Stimmung und Kameradschaft waren also gut, für die Kinder gab's wieder zu basteln (diesmals Teelicht-Serviettentechnik) und das Essen ging auch niemals aus. Auch nicht Marlies' Nusskuchen, der am Samstag Abend wie mit einem Staubsauger vom Tisch gefegt wurde. Eine Zweitausführung des Kuchens blieb für Sonntags im Auto eingeschlossen. Dass von Erdwespen Gefahr ausgeht, mussten unsere Kleinen schmerzhaft erfahren, jedoch am nächsten Tag waren alle wieder beim Holzsammeln dabei. Und die Nordik Walking Abtlg. des FZ trifft sich nun immer sonntags nach dem Frühstück zu einem Regenlauf. Immerhin der montägliche Abbau konnte bei herrlichstem Sonnenschein von statten gehen.
Ebenso mit Regen verlief das Kinder-Ferienprogramm "Heidesee" am 08.08.. Bei unstetem Wetter fuhr man zwar nach Forst, da aber dort"Fortschwimmgefahr" bestand, ging es bald darauf wieder zurück. Daheim wurde das Programm aber nicht beendet. Viel mehr staunte unser Vorstand Karl-Heinz Klumpp nicht schlecht, als er von seinem Arbeitstag nach Hause kam. Die gesamte Kinderschar saß in seinem Hof, denn seine Frau Eli reagierte flexibel wie immer und rief einfach einen Grill- und Basteltag aus.
Holla di polder, unser September hatte es in sich.
Am 09.09. feierte Pia Roll den 40.Geburtstag. Wir spielten ein Ständerle
und sie bedankte sich mit Flammkuchen. Selbst als um 4 Uhr noch die Garage
geöffnet wurde, konnte man rote Pullis erkennen, die so lange aushielten.
Drei Tage später, am 12.09. war Vorstandschaftsitzung bei Klumpps. Hauptthema
war das Festzelt und das Programm zum 50jährigen.
Fünf Tage später, am 17.09. ging es bei der Hockete in Mührigen gewohnt
moderat zu. Bei strömendem Regen verbrachten wir den Tag in der Halle und
schlossen das Nachmittagsprogramm.
Wieder fünf Tage später, am Freitag 22.09., traf man sich mit voller Montur,
um beim Neukauf Fitterer zu spielen. Es war vergebens. Auf Grund noch andauernder
Renovierungsarbeiten wurde dies kurzfristig abgesagt, und so gab es stattdessen
eine "Uniform"-Probe.
Einen Tag darauf, am 23.09., konnte beim Vereinsschießen ein sehr gutes
Schießergebnis von Henrik Eisele den Rest der Mannschaft mit KH Klumpp,
HJ Bleier, B Armbruster,C Krieg,B Ackenheil leider nicht nach oben ziehen.
Der Fanfarenzug wurde 9.
Tags drauf, beim Tag der offenen Tür der Festhalle, eröffneten wir um 11.45
Uhr den bunten Reigen des Vereinsprogramms. Wir nahmen danach erstmals an
den neubeschafften Tischen und Stühlen Platz.
2x Platzkonzert gabs am Abend des 29.09. Anstatt zur Probe traf man sich
dann nämlich tatsächlich beim Fitterer. Bier, Fanta und Wurst war reichlich
vorhanden und machten Lust auf Nachsitzen im Grünen Baum, das lange ging.
Nach sieben Terminen in einem Monat war dies dann auch mehr als genehmigt.
Seinen 70. Geburtstag feierte Manfred Steinke am 09.10., er bekam Besuch von unseren zwei Vorständen.
Am 11.10. war die ARGE-Sitzung der Weisenbacher und Auer Vereine.
Traditionell wurde am 14.Oktober die Probe in der Pause mit Zwiebelkuchen und Neuem Wein versüsst, weshalb der zweite Teil nach der Pause gar nicht mehr stattfand.
Am Wendelinus-Sonntag am 22.10. nahm eine Abordnung des Vereins mit Standarde bei der Kirchprozession teil.
Eine Vorstandschaftssitzung fand am 06.11. nebst Hähnchenessen im Grünen Baum statt.
Pünktlich zum 11.11. gaben wir der Hohlen Eiche feierliches Geleit mit eigens einstudierten Liedern vom Spritzenhaus zur Turnhalle. Dort gaben wir noch ein Platzkonzert zur Eröffnung des Abends.
Am 22.11. feierte Heinrich Klumpp seinen 60.Geburtstag.
Zur Sektionssitzung in Rottenburg am 26.11. lieferte der Verband viele Ideen, bei denen man abwarten muss ob, sie so umgesetzt werden. Ein Sektionstreffen wird es 2007 nicht geben, auch wir können auf Grund der beengten Platzverhältnisse im Schulhofbereich nicht einspringen.
Eine teuere, aber gern getätigte Ausgabe war die Anschaffung zweier neuer Fanfaren zu Kosten von 1600 EUR, die wir gerne an zwei neue Bläserinnen übergaben.
Zur Familienweihnachtsfeier am 10.12. war der Proberaum mit Eltern und Kindern gut gefüllt. Die Bastelarbeiten der Kinder wurden mit Geschenken belohnt.
Am 17.Dezember fand der Weisenbacher Weihnachtsmarkt statt. Mit klingendem Spiel und Schupfnudeln trugen wir unseren Teil zum Gelingen bei, und waren schon um 13.30 Uhr teilausverkauft. Der Abend schloß schön romantisch bei Dämmerung und Dämmerschoppen.
Zurückblickend kann man wohl sagen, dass unser Verein besonders in kameradschaftlicher Hinsicht voll in Schuß ist, was angesichts des bevorstehenden großen runden Jubiläums von besonderer Bedeutung ist. Mögen uns der Spaß an der Sache und am Miteinander auch im turbulenten Jahr 2007 erhalten bleiben. Dies ist schließlich der Grund, wieso jedes Mitglied seine Freizeit und Kraft in den Verein einbringt.
Weisenbach, im Januar 2007
Marius Eisele
- Schriftführer -